Hilfe & Tipps

Hier sind praxisnahe Informationen aus den täglichen Erfahrungen unserer Server/Netzwerk-Spezialisten und Administratoren zu finden. Die Beiträge werden nach Zugriff in umgekehrter Reihenfolge sortiert. Falls er daher nicht mehr zu finden sein sollte, einfach oben das Suchfeld nutzen.

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HowTo: USV im Netzwerk einrichten (SNMP-Trap-Server)

USV im Netzwerk

In den meisten Fällen sollen Teile der IT-Infrastruktur durch eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) vor Beschädigung oder Datenverlust durch eine Störung der Stromversorgung (z.B. Stromausfall) geschützt werden.

Die USV versorgt die Abnehmer bei einer Netzstörung von einem Akku noch einige Zeit, in dieser Zeit sollen Geräte wie

-Switches

-NAS/SAN-Systeme

-Server

geordnet runtergefahren werden, um Beschädigungen am System oder Datenverlust zu vermeiden.

 

SNMP-Trap-Server + SNMP-Trap-Clients auf den zu schützenden Geräten

Für diesen Fall wird eine Network Management Card benötigt und die USV muss selbstverständlich mit dieser kompatibel sein. Üblicherweise schließt man diese an das Layer2- Gerät an und kann dann über ein Webinterface den SNMP-Server konfigurieren.

Diese Karte sendet die Informationen über den Status der USV an die eingestellten SNMP-Trap-Receiver.

Eine Schematische Abbildung:

Für dieses Beispiel wird eine USV von PowerWalker, die VFI 10000 TGB, verwendet. Eine kompatible Network Management Card muss meistens explizit dazu bestellt werden.

Der SNMP-Server:

Für dieses HowTo sollen eine Synology NAS und eine Windows 10 Maschine für das geordnete Herunterfahren konfiguriert werden. Zu Anfang muss die Network Management Card konfiguriert werden, die über ein Webinterface angesprochen werden kann und den SNMP-Trap-Server stellt. Da die Informationen über das SNMP-Protokoll in das Netzwerk gesendet werden, ist es ebenfalls nötig die Empfänger der Informationen festzulegen.

Die SNMP-Trap-Clients:

Als Client-Software auf den auszuschaltenden Geräten wird die mitgelieferte Software verwendet. Ist dort der SNMP Server korrekt eingestellt, meldet die Software die Verbindung zu der USV.

Die Synology NAS:

Synology DiskStations bringen mit den neueren Versionen von DSM diese Funktion bereits mit und brauchen keine Extra-Software.


Es ist ebenfalls möglich die USV via USB an eine Synology NAS anzuschließen und diese als USV Server zu konfigurieren (NUT-Server) allerdings haben sich verschiedene Applikationen die für Windows-Clients oder -Server zur Verfügung stehen, um diese an das NUT-System anzubinden, als unzuverlässig und fehlerbehaftet herausgestellt. In diesem Fall ist es zwar ohne weiteres möglich weitere NAS‘ an das NUT-System anzuschließen allerdings sollte ein Setting mit vHost-Servern und verschiedensten Systemen besser über ein SNMP-System abgesichert werden.


Im Webinterface der NAS findet man die Einstellungen unter:

Systemsteuerung -> Hardware & Energie -> Reiter USV

Die NAS meldet, bis die Einstellungen übernommen wurden, dass keine USV angeschlossen ist.

Die Checkbox ‚Netzwerk-USV-Server aktivieren‘ bleibt deaktiviert. Diese Funktion ist für den oben beschriebenen Fall, das ein NUT-Server betrieben werden soll.

Der Ernstfall:

Bei Tests melden beide angeschlossenen Geräte das die Stromzufuhr nichtmehr verfügbar ist und die an die USV angeschlossenen Geräte nun über den Akku der USV versorgt werden.

Sowohl DSM als auch die mitgelieferte Software der Network Management Card liefern Möglichkeiten das Verhalten der Geräte bei einem Netzausfall zu konfigurieren.

 

Vorsicht!

Checkboxen wie ‚bei geringem Akkustand ausschalten‘ liefern nicht die Möglichkeit mit diese Grenzwerte bei den Clients einzustellen. Die Grenzwerte werden am SNMP-Server eingestellt.

Es ist zu beachten, das die meisten Netzstörungen kurze Unterbrechungen der Versorgung oder Unter-/Überspannung sind, die eine Online-USV abfängt weil die Abnehmer ständig über den Akku versorgt werden. Darum sollte, wenn möglich, eine Karenzzeit eingestellt werden bevor mit dem geordneten Abschalten begonnen wird.

 

Gelöst: Gmail-Postfächer in Outlook erstellen Unterordner [Gmail]

Gmail-Postfächer in Outlook erstellen Unterordner

Problem:

Wird ein Gmail-Konto an Outlook angebunden, erstellt Outlook automatisch einen Stammordner "Posteingang". Gmail ist zwar als Konto bei Outlook anwählbar, ähnlich wie Exchange allerdings werden die Konten über IMAP angebunden. Outlook fügt die Informationen einfach automatisch ein. In diesem Fall ensteht im Stammordner ein Unterordner "[Gmail]" indem sich die Ordner des Postfachs befinden.

Lösung:

Bei Outlook gibt es verschiedene Pfade um den Stammordner zu ändern. Je nach Office-Version UND Windows-Version kann es sein das die Pfade abweichen.

Die Einstellung befindet sich in den Kontoeinstellungen, dort kann man das Postfach auswählen und "ändern" auswählen. Nun ist der Punkt entweder unter "Weitere Einstellungen" im Reiter "Erweitert" unter "Ordner". Falls der Punkt "Weitere Einstellungen" fehlt, befinden sich die Ordnereinstellungen direkt in dem Fenster, dass sich bei "ändern". Unter Stammordnerpfad ist dann "[Gmail]" einzutragen.

HowTo: Windows Server Offline-Dateien vs. SynologyDrive

Windows Ordner-Umleitung gegen SynologyDrive ersetzen

HowTo

Ausgangssituation

Die Ausgangssituation war, dass Ordner, wie Desktop und eigene Dateien Zentral auf dem Server bereitgestellt und gesichert werden sollten. Das Problem dabei ist, dass Benutzer beim externen Anmelden mit ihrem Notebook keine Verbindung zum Server haben und umgeleitete Ordner wie Desktop und eigene Dateien nicht verfügbar sind, da noch keine VPN-Verbindung vorhanden ist und sich die Umgeleitet Verzeichnisse initial synchronisieren konnten. Insgesamt ist dies nicht benutzerfreundlich. Es gibt jedoch eine Lösung.

Planung/Umsetzung

Die Voraussetzung ist ein Cloud-Anbieter mit Shared-Drive-Funktion wie zum Beispiel OneDrive von Microsoft oder eine eigene Cloud wie Synology Drive Synch. Wir haben uns für letzteres entschieden, da wir gerne die Kontrolle über unsere Daten haben. Eine Synology NAS war bereits im Netzwerk vorhanden, und mit der Installation der kostenlosen Pakete konnten wir Synology-Drive problemlos in Betrieb nehmen.

Online-Speicher wie Synology Drive funktionieren durch die Installation einer Software, die einen lokalen Ordner auf der Festplatte mit freigegebenen Ordnern im Synology Drive synchronisiert. Unter Windows ist das der Ordner "\SynologyDrive" im Benutzer-Profil-Ordner, der normalerweise unter "C:\Benutzer\<Benutzername>" zu finden ist. Allerdings kann es vorkommen, dass nicht immer der Laufwerksbuchstabe C: verwendet wird und das Benutzerverzeichnis anstatt "Benutzer" auch "Users" heißen kann. Um sicherzustellen, dass der korrekte Pfad verwendet wird, wird eine Umgebungsvariable namens "%USERPROFILE%" verwendet. Das ist der Pfad für das Verzeichnis, in dem das System die Benutzerprofile ablegt. Hierunter installiert der Installer "%USERPROFILE%\SynologyDrive". Für spätere Ordnerumleitung sollten hierunter schon mal die Verzeichnisse Desktop, Documents, Pictures, usw. angelegt werden.

Wenn man diesen Pfad per Gruppenrichtlinie verteilen möchte, um die Ordner Desktop oder Eigene Dateien umzuleiten, stößt man jedoch auf ein Problem: Die Umgebungsvariable "%USERPROFILE%" wird in der Ordner-Umleitung nicht akzeptiert.

Um dieses Problem zu lösen, kann man eine Umgebungsvariable für das SynologyDrive-Verzeichnis definieren, die dann über "%SynologyDrive%" aufgerufen werden kann. Dadurch wird sichergestellt, dass der korrekte Pfad für das SynologyDrive-Verzeichnis immer verwendet wird.

Um eine Umgebungsvariable für das SynologyDrive-Verzeichnis unter Windows zu definieren, muss man ein separates Gruppenrichtlinien-Objekt erstellen. Dazu geht man zu Benutzerkonfiguration > Einstellungen > Windows-Einstellungen > Umgebung und erstellt ein neues Objekt mit den folgenden Einstellungen:

Reiter Allgemein

  • Aktion: Aktualisieren
  • Benutzervariable:
    • Name: SynologyDrive
    • Wert: %USERPROFILE%\SynologyDrive

Reiter Gemeinsame

  • Zielgruppenadressierung: Button "Zielgruppenadressierung"
  • Neues Element:
    • Dateiübereinstimmung
    • Übereinstimmungstyp: "Ordner vorhanden"
    • Pfad: "%USERPROFILE%\SynologyDrive" > OK


Um sicherzustellen, dass die Umgebungsvariable %SynologyDrive% vor der Ordnerumleitung zur Verfügung steht, sollte die entsprechende Gruppenrichtlinie höher priorisiert werden als das Gruppenrichtlinien-Objekt für die Ordnerumleitung. Anschließend kann die Umgebungsvariable direkt genutzt werden, um auf das SynologyDrive-Verzeichnis des angemeldeten Benutzers zuzugreifen.

Um die Ordnerumleitung durchzuführen, erstellt man eine Gruppenrichtlinie unter "Benutzerkonfiguration > Richtlinien > Windows-Einstellungen > Ordnerumleitung". Hier wählt man den Zielordner aus und gibt den Pfad zum neuen Zielordner an, zum Beispiel "%SynologyDrive%\Desktop".


Um die neuen Richtlinien anzuwenden, kann man das Kommando "gpupdate /force" in der CMD ausführen und den Benutzer ab- und wieder anmelden. Da Dateien und Ordner beim Umzug vom alten Ziel auf das neue Ziel verschoben werden müssen, kann dieser Vorgang etwas dauern. Es ist wichtig sicherzustellen, dass der Zielordner bereits existiert und zugänglich ist.

 

 

Quellen s. weiter unten


 Stand: 02/2023

HowTo: Einrichtung GFI Archiver auf den Arbeits-PC’s

mit GFI arbeiten

HowTo

 Der GFI Archiver archiviert standardmäßig jede Mail die sie erhalten oder senden, das kann helfen Mails zu einem späteren Zeitpunkt wiederzufinden, auch wenn Sie die Mail schon aus dem Postfach gelöscht haben.

 

 

Sie haben nur Zugriff auf Ihre eigenen Mails und die Dateien, die Sie hochgeladen haben.

 

Vorteil ist, dass entkoppelt vom Workflow, ein Archiv die Korrespondenz revisionssicher archiviert und dem Unternehmen Rechtssicherheit verschafft.

 

Der GFI Archiver arbeitet dazu mit Ihrer bestehenden MS Office Umgebung zusammen Ob Sie Exchange Online oder on-premise verwenden, spielt keine Rolle.

 

 

1. Wie gewohnt anmelden

Nachdem Sie sich wie gewohnt mit ihrem Benutzernamen und Ihrem Passwort an der Domäne angemeldet haben, sind Sie bereits im gleichen Netzwerk und können vom Archiv-Server die von Ihnen benötigte Software bequem herunterladen.

2. Apps runterladen

Dazu rufen Sie in ihrem Internetbrowser (z.B. Firefox oder Chrome) folgende Internetseite auf:

 

 

http://NAME_ARCHIVSERVER/Archiver

 

 

Da Sie bereits mit Ihrem Windows-Passwort angemeldet sind, brauchen sie nicht erneut ein Passwort eingeben.

Wechseln Sie auf der Seite auf den Reiter „CLIENT-ZUGRIFF“.

 

Sie werden auf diese Seite weitergeleitet:

 

 

Zuerst:

Outlook Connector

Download für Outlook (64-Bit-Version)

!!Um den Outlook-Connector zu installieren, brauchen Sie administrative Berechtigungen.!!

 

Der Connector erweitert Ihr Outlook um einen weiteren Menüeintrag, wenn der GFI Server richtig konfiguriert ist, werden Ihre Mails aber automatisch archiviert. (siehe nächstes Bild)

 

 

File Archive Assistant

64-Bit-Version herunterladen

 

Danach:

Windows RT-App

 

Windows RT App herunterladen

 

…Sie werden weitergeleitet auf folgende Seite:

 

Klicken Sie auf: „Get in Store app“

 

Mit dieser App können Sie das Archiv später durchsuchen

 

3.  GFI Archiver konfigurieren

 Beim ersten Start, müssen Sie den Archiver konfigurieren.

 

 

Bitte tragen Sie die Daten so wie im Bild unten ein. name@domain.de

 

ersetzen Sie bitte mit Ihrer Mail-Adresse und das Passwort ist das gleich das Sie zum Anmelden an Windows verwenden.

 

So sieht das Fenster dann aus. Sie können in dieser App nach verschiedenen Kriterien im Archiv suchen.

 

Wenn Sie zum Beispiel auf „Today“ klicken, werden Ihnen alle Mails und archivierten Dateien angezeigt, die heute archiviert wurden.

 

 

4. File Archiv Assistant

 

In dem Ordner, in dem Ihre Downloads landen, befindet sich eine Datei „MAR_FileArchivAssistant_64bit“ bitte klicken Sie doppelt auf diese Datei, der File Archiv Assistant wird installiert.

 

Es wird automatisch ein vom Server definierter Ordner erstellt, standardmäßig c:\Users\Benutzername\Documents\GFI Files.

In diesem Ordner befindliche Dateien werden automatisch archiviert.

Bitte Starten Sie den Rechner einmal neu nachdem Sie fertig sind.

 


 Stand: 07/2022

Gelöst: Teamviewer Fehler "keine Internetverbindung" trotz Konnektivität

Teamviewer zeigt fehlende Internetverbindung und kann keine Remote-Session aufbauen

Problem:

Teamviewer zeigt manchmal an, dass keine Internetverbindung bestehen würde, obwohl die Internetverbindung besteht und ansonsten einwandfrei funktioniert.

Wurde die Verbindung geprüft und ein Neustart des Teamviewers schafft keine Abhilfe, kann das folgende Vorgehen den Teamviewer wieder zum laufen bringen:

 

Lösung:

Zuerst sollte die Teamviewer-App vollständig beendet werden!

Firewallregel erstellen:

Für den Port 5938 (TCP+UDP) muss eine ausgehende Regel in der Firewall erstellt werden

Teamviewer-Odner löschen:

Die Teamviewer Ordner in Folgenden Verzeichnissen löschen:

%AppData%

%Temp%

Registryschlüssel löschen:

Folgende Registryschlüssel sollen gelöscht werden:

HKLM\SOFTWARE\Wow6432node\TeamViewer

HKCU\SOFTWARE\TeamViewer

 

Keine der oben genannten Schritte führt dazu das Teamviewer nicht mehr startet. Es kann allerdings sein, dass eine erneute Anmeldung in der Teamviewer-Applikation nötig wird.

 

 

Quellen s. weiter unten


 Stand: 01/2023

Gelöst: Office lässt sich trotz richtiger Eingabe von Benutzername und Kennwort nicht authentifizieren

Office 2013 oder höher Authentifizierungsproblem lösen

Hintergrund:

Microsoft hat ab Office 2016 auf die moderne Art der Authentifizierung (MFA) umgestellt und unterstützt nicht mehr die Standard-Authentifizierung. Mit Exchange Online und M365 kann man sich nur noch mit der modernen Authentifizierung verbinden.

Problem:

Sollten Sie Office 2013 verwenden oder war auf dem betreffenden Gerät schonmal ein Office 2013 oder früher installiert, schlägt die Authentifizierung mit M365 und/oder Exchange Online ohne Fehlermeldung fehl..

Das Problem zeigt sich so, dass der Authentifizierungsdialog immer wieder zur Eingabe von Benutzername und Kennwort auffordert, auch wenn diese bereits korrekt eingegeben wurden.

 

Lösung:

Sollte Sie Ihr Outlook immer wieder nach Benutzername und Passwort fragen, auch wenn Sie die Anmeldedaten korrekt eingegeben haben, kann es sein das Sie die moderne Authentifizierung aktivieren müssen.

Kopieren Sie dazu folgenden Text:

 

--Anfang-- -->

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Exchange]

"AlwaysUseMSOAuthForAutoDiscover"=dword:00000001

[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\15.0\Common]

[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\15.0\Common\Identity]

"EnableADAL"=dword:00000001

"Version"=dword:00000001

<----Ende--

 

Fügen Sie den Text in den Editor ein und speichern Sie die Datei als Registry-Datei. Wählen Sie dazu im Speichern-Dialog "Alle Dateien" aus und speichern Sie die Datei mit der Endung ".reg".

 

Führen Sie die Datei aus und bestätigen Sie den Dialog mit der Benutzerkontosteuerung und dem Registry-Editor jeweils mit Ja/Annehmen.

Danach sollte Sie Outlook nur noch ein Mal nach den Anmeldedaten fragen und Sie dann verbinden. Starten Sie ggf. das System noch einmal neu.

 

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, helfen Wir Ihnen gerne weiter.

 

 Stand: 12/2022

HowTo: Synology HDD gegen SSD ersetzen

Beim NAS die HDDs gegen SSD ersetzen

HowTo

Ausgangssituation

Bei einer Synology DS218+ sind 2x 2TB Festplatten verbaut wegen schreibintensiver Anwendungen und weil der Speicherplatz zur Neige geht, sollen diese beiden Festplatten (HDD) gegen 2x 4TB Festspeicher-Laufwerke (SSD) ersetzt werden. Die beiden Festplatten laufen im Raid1-Verbund. Das bedeutet, auf beiden HDD liegen gespiegelt identische Daten. Fällt eine Platte aus, kann diese durch eine neue ersetzt werden. Das klappt auch im laufenden Betrieb und das Raid würde sich wieder aufbauen, bis die daten auf beiden Platten wieder identisch sind. Währenddessen kann die NAS normal weiter genutzt werden.

Planung

Die Überlegung war, nach einem Vollbackup der Daten und der Konfiguration erst eine HDD gegen eine SSD zu ersetzen. Da die beiden HDDs im Raid1-Verbund laufen, sollte erst eine HDD durch eine SSD ersetzt werden. Das degradierte Raid würde sich wieder aufbauen und nach Fertigstellung könnte die andere HDD durch die zweite SSD ersetzt werden. Erneut degradiertes Rais baut sich wieder auf. Soweit die Theorie, die aber von der Realität abweicht.

Die Realität

Tatsächlich konnte die SSD wegen falschem Typ nicht die HDD ersetzen.

 

Alternative Lösungen

1. HDD auf SSD klonen

 

2. NAS von SSD starten und vom Backup wieder herstellen

 

 

Quellen s. weiter unten


 Stand: 12/2021

Howto: Stacking mehrerer Switches (am Beispiel S3910-48TS vom Hersteller FS)

Ein Stack aus Switches anlegen

HowTo

 

Am Beispiel der Switches der Serie S3910 von FS


Manche Hersteller bieten Switches an die stackable sind. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, mehrere Switches als ein logisches Gerät zu verwenden und zu verwalten.
Ermöglicht wird dies durch die Virtualisierung eines übergeordneten Switches. Alle gestackten Switches können über das Interface als ein Switch konfiguriert werden.
Es bietet sich an, für die Verbindung unter den Switches 10Gbit Ports zu verwenden.

Konfiguriert werden die Switches für das stacking im standalone-Modus.

1. Ersten Switch anschalten und über einen beliebigen Port verbinden
2. Webinterface aufrufen
3. Telnet aktivieren und Telnet Passwort vergeben
4. mit Telnet auf den Switch verbinden


C:\Users\user>telnet 192.168.1.1
User Access Verification

Username:admin
Password:**********


FS#enable                                                            //    aktiviert die Bearbeitung mit erhöhten Berechtigungen
FS#config                                                            //    aktiviert die globale Konfiguration
Enter configuration commands, one per line.  End with CNTL/Z.
FS(config)#hostname sw1                                                //    Hostname des verbundenen Switches ändern in 'sw1'
sw1(config)#switch virtual domain 100                                //    legt die virtuelle Umgebung an
sw1(config-vs-domain)#switch 1                                        //    nummeriert den Switch für die Virtualisierung
sw1(config-vs-domain)#switch 1 priority 230                            //    legt die Prio des Switches fest
sw1(config-vs-domain)#switch crc errors 10 time 20                    //    Fehlertoleranz
sw1(config-vs-domain)#exit                                            //    zurück in die globale Konfiguration
sw1(config)#vsl-port                                                //    aktiviert die Konfiguration für die Stacking-Ports
sw1(config-vsl-port)#port-member interface te0/51
sw1(config-vsl-port)#port-member interface te0/52                    //    legt die Ports fest, die für das Stacking benutzt werden (hier die TenGigabitEthernet 51 + 52)
sw1(config-vsl-port)#exit                                            //    zurück in die globale Konfiguration
sw1(config)#exit                                                    //    zurück zum Switches
sw1#switch convert mode virtual                                        //    aktiviert jetzt den Stacking-Modus

Switch startet neu

5. mit dem nächsten Switch verbinden (vorher die Verbindung mit dem ersten Switch trennen)

C:\Users\user>telnet 192.168.1.1                                //die Switches haben im Werkszustand alle die selbe IP
User Access Verification

Username:admin
Password:**********


FS#enable                                                            
FS#config                                                            
Enter configuration commands, one per line.  End with CNTL/Z.
FS(config)#hostname sw2                                                //Hostname 'sw2' vergeben
sw2(config)#switch virtual domain 100                                
sw2(config-vs-domain)#switch 2                                        //Nummer 2 im Stack
sw2(config-vs-domain)#switch 2 priority 220                            //Prio bei jedem Switch -10
sw2(config-vs-domain)#switch crc errors 10 time 20                    
sw2(config-vs-domain)#exit                                            
sw2(config)#vsl-port                                                
sw2(config-vsl-port)#port-member interface te0/51
sw2(config-vsl-port)#port-member interface te0/52                    
sw2(config-vsl-port)#exit                                            
sw2(config)#exit                                                    
sw2#switch convert mode virtual                                        

Switch startet neu

6. mit dem dritten Switch verbinden

C:\Users\user>telnet 192.168.1.1                                
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Username:admin
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FS#enable                                                            
FS#config                                                            
Enter configuration commands, one per line.  End with CNTL/Z.
FS(config)#hostname sw3                                                
sw3(config)#switch virtual domain 100                                
sw3(config-vs-domain)#switch 3                                        
sw3(config-vs-domain)#switch 3 priority 210                            
sw3(config-vs-domain)#switch crc errors 10 time 20                    
sw3(config-vs-domain)#exit                                            
sw3config)#vsl-port                                                
sw3(config-vsl-port)#port-member interface te0/51
sw3(config-vsl-port)#port-member interface te0/52                    
sw3(config-vsl-port)#exit                                            
sw3(config)#exit                                                    
sw3#switch convert mode virtual                                        

Switch startet neu

7. mit dem letzten Switch verbinden

C:\Users\user>telnet 192.168.1.1                                
User Access Verification

Username:admin
Password:**********


FS#enable                                                            
FS#config                                                            
Enter configuration commands, one per line.  End with CNTL/Z.
FS(config)#hostname sw4                                                
sw4(config)#switch virtual domain 100                                
sw4(config-vs-domain)#switch 4                                        
sw4(config-vs-domain)#switch 4 priority 210                            
sw4(config-vs-domain)#switch crc errors 10 time 20                    
sw4(config-vs-domain)#exit                                            
sw4(config)#vsl-port                                                
sw4(config-vsl-port)#port-member interface te0/51
sw4(config-vsl-port)#port-member interface te0/52                    
sw4(config-vsl-port)#exit                                            
sw4(config)#exit                                                    
sw4#switch convert mode virtual                                        

Switch startet neu

8. die Stacking-Ports verbinden (und zusammen neu starten):

 

 

 

 

 

Verwendet werden die Ports die mit Telnet konfiguriert wurden. Es handelt sich in diesem Beispiel um die äußersten SFP-Ports. Werden andere Ports verwendet als die konfigurierten, sind die 4 Switches einzeln als Schleife/Loop verbunden. Wenn andere Netzwerke verbunden sind, werden diese zusammenbrechen.

Beim Login im Webinterface ist schon zu bemerken das dieser virtuelle Switch beim ersten Login wieder die Standard-Logindaten abfragt und zum Ändern des Passwortes auffordert so als hätte man einen neuen Switch das erste Mal in Betrieb. Die Switches sind erfolgreich gestacked und lassen sich jetzt im Webinterface unter einer IP konfigurieren.

 

Quellen s. weiter unten


 Stand: 01/2023

 

HowTo: Problem mit Outlook .ost in Verbindung mit Exchange beheben

Neues Outlook-Profil anlegen

HowTo

 

Beim Start von Outlook mit Exchange-Postfächern tritt der Fehler auf

"Die Outlook-DatenDatei kann nicht konfiguriert werden..."

Die Ursachen können, wie immer, vielschichtig sein. Sie reichen von beschädigtem Benutzer-Profil bis beschädigter Outlook-Datendatei.

Da alle Daten einer Outlook-Datendatei nur als Cache/Sychronkopie des Exchange-Servers auf der lokalen Festplatte abgelegt werden, kann, sofern es sich nur um ein Exchange-Postfach handelt, einfach ein neues Outlook-Profil angelegt werden. Die Outlook-Elemente Emails, Kontakte, Aufgaben, Kalender, Signaturen lädt sich Outlook automatisch vom Exchange-Server herunter.

Folgende Schritte sind dafür notwendig.

Systemsteuerung => Mail öffnen => Profile anzeigen

=> Hinzufügen

Name für das neue Profil ist frei wählbar. 

"Ihr Name" (frei wählbar) und Emailadresse eintragen und => "Weiter"

Wenn der Exchange-Server korrekt konfiguriert ist, brauchen Sie nur noch auf => "Fertigstellen" klicken.

Wenn man bei Outlook-Start nicht ständig nach dem Profil gefragt werden möchte, noch das Standard-Profil angeben und nicht mehr benötigte Profile löschen.

 

 Beim ersten Start von Outlook werden die Postfach-Einstellungen eingelesen und die Elemente neu vom verbundenen Exchange-Server abgerufen.

 

 

Quellen s. weiter unten


 Stand: 12/2021

Gelöst: Drucken im Domus 4000 schlägt fehl

Im Domus 4000 erscheint Fehler beim Drucken

Hintergrund:

ohne

Problem:

Es wurde ein neuer Drucker im Netzwerk installiert und die neuen Treiber per GPO verteilt. Gefühlt danach funktionierte bei einem Rechner im Netzwerk das Drucken aus dem Hausverwaltungs-Programm Domus 4000 nicht. Es erschien der Fehler-Dialog

"Stammdate: Die Methode... für das Objekt... ist fehlgeschlagen"

Gleicher Fehler tritt in anderem Benutzerprofil auf. Ein beschädigtes Benutzerprofil war somit unwahrscheinlich.

 

Lösung:

Versuch einer Lösung durch erneute Installation des Druckertreibers, ersetzen einer 64bittigen durch eine 32bittigen Office-Version, Windows-Updates, Treiber-Aktualisierungen waren ohne Erfolg.

Erst durch eine Neuinstallation von Domus 4000 konnte dieses Problem behoben werden.


Quellen s. weiter unten


 Stand: 01/2021

Howto: Im Outlook Elemente für Stellvertretungen freigeben

Outlook Stellvertretungen festlegen

HowTo

Ein anderer Benutzer soll die Stellvertretung übernehmen z.B. bei im Krankheit oder Urlaub. Das darf normalerweise jeder Outlook-Benutzer in einer Exchange-Domäne selbst übernehmen.

Das geht so: Im Outlook auf Datei => Kontoeinstellungen => Zugriffsrechte für Stellvertretungen. Dann auf „Hinzufügen“ und aus der Adress-Liste den anderen Benutzer auswählen.

Wenn der Benutzer sich in der Liste der Stellvertreter befindet, kann noch die Berechtigung dezidiert definiert werden. Klicken Sie dazu auf „Berechtigungen“. Hier können Sie auswählen, welche Berechtigungen der berechtigte Benutzer auf die einzelnen Outlook-Elemente haben soll.

Ebenso kann der Benutzer selbstbestimmt die Berechtigung für die Stellvertretung wieder aufheben.


Quellen s. weiter unten


 Stand: 02/2021

Gelöst: Azure Connect lässt sich nicht installieren

Lokales AD mit Azure AD verbinden

Hintergrund:

Auf einem Windows Server 2016 soll Azure AD Connect installiert werden, um das lokale Active Directory (AD) mit dem Azure Active Directory (AAD) zu verbinden.

Problem:

Das Programm, welches sich im Azure-Portal herunterladen lässt, kann zwar installiert, aber nicht konfiguriert werden. Bei der Konfiguration hängt der Installations-Assistent beim verbinden mit der LocalDB und bricht schließlich mit dem Fehler ab, dass keine Verbindung zur Datenbank hergestellt werden kann, weil der Azure Sync Dienst nicht gestartet ist. Ein Blick in die Dienste zeigt, dass der Dienst bei "...wird gestartet" und  "...wird beendet" steht.

Lösung:

Bei der Konfiguration wird ein SQL Native Client installiert. Dieser unterstützt aber nur TLS1.1. Nach der Installation des Azure AD Connect kann man aber die Konfiguration abbrechen und den zuvor bei Microsoft heruntergeladenen SQL Native Client manuell installieren. Anschließend startet man die Konfiguration des Azure AD Connect mit Klick auf das Desktop-Icon.

Bei der Konfiguration wird automatisch ein Sync-Benutzer angelegt. Der Name beginnt mit AAD_ oder MSO_. Dieser Benutzer ist im AD unter Users zu finden. Während der Einrichtung wird der Benutzer automatisch im Hintergrund angemeldet, um Informationen in seinem Roaming-Profil abzulegen. Genau da liegt das Problem. Denn wenn die Roaming-Profile für die ganze Domäne auf einer NAS abgelegt werden, schlägt dies fehl, weil nur ein temporäres Profil lokal angelegt werden kann. Die NAS kann sich nicht in Echtzeit mit dem AD syncen und somit hat der Benutzer keine Berechtigung einen Profilordner anzulegen.

Die Lösung wäre, entweder die Roaming-Profil-Richtlinie in der Gruppenrichtlinie (GPO) zu deaktivieren, oder die User-Organisationseinheit (OU) davon auszunehmen. So hat die Installations-Routine die Chance, das Roaming-Profil lokal im Benutzer-Verzeichnis anzulegen. Der Dienst startet planmäßig und der Benutzer kann sich an der Datenbank anmelden.

Quellen s. weiter unten


 Stand: 06/2021